Frauenportrait gemalt von Gertrud Fässler-Scheuber

Jahresrückblick 2023: Einfach mutig losgehen

Frauenportrait gemalt von Gertrud Fässler-Scheuber
© Gertrud Fässler-Scheuber

Mein Jahresrückblick 2023 ist nun fertig. Auch wenn er nicht wirklich ganz fertig ist und es noch mehr zu erzählen gäbe. Mutig für mich loszugehen, wurde für mich zum eigentlichen Jahresthema. Zum einen bin ich für meine Ausstellung meiner Frauenportraits in Paris losgegangen. Zum anderen wollte ich wissen, wie ich mein Angebot als Wegbegleiterin und Coachin für Frauen online anbieten kann. Dies nachdem mir im Jahr 2022 immer mehr bewusst wurde, dass es jetzt Zeit ist, den Fokus auf diese zwei Themen zu legen. Ich merkte, dass ich damit begann, meine Geschichte neu zu schreiben. Ich sah wieviel meine Begleitarbeit den Frauen wirklich bringt. Diese Arbeit erfüllt mich sehr, sowie die Malerei. Durch das online Angebot, kann ich sehr flexibel arbeiten und mehr Frauen erreichen. Mit dieser Flexibilität konnte ich 1:1 Coachings auch am Abend anbieten, was wieder der Kundin mit kleinen Kindern sehr entgegen kommt.

Mein Mut für mich loszugehen, hat sich für mich gelohnt. Ich musste immer wieder an den Satz von Pippi Langstrumpf denken, das habe ich noch nie gemacht, also kommt es schon gut. Mit diesem Vertrauen war ich 2023 unterwegs.

Auch das Muttersein verändert sich, wandelt sich, jedoch bleiben wir Mütter das ganze Leben lang. Das Muttersein macht uns kreativ und wandelbar. Das ist eine Kraft die uns Frauen, sich selbst immer wieder neu erfinden lässt. Diese Kraft wirkt natürlich auch wenn eine Frau keine leiblichen Kinder hat, weil jede Frau mit ihren ganz persönlichen Herzensprojekten unterwegs ist.

Oft müssen wir dafür neue Räume für uns selbst schaffen und bewusst einnehmen, sonst sind sie schnell schon besetzt, oder wir lassen uns von anderen Verpflichtungen abhalten. Dieses Bewusstsein diese kreativen Räume zu schaffen und zu hüten, ist zu einem wichtigen Bestandteil meiner Coachingarbeit geworden. Als Raumhüterin halte ich in meinem Coaching solange den Raum, bis er von der Frau verinnerlicht, ausgefüllt und neugestaltet ist. Bis die schöpferische Kraft sozusagen Einzug gehalten hat.

Neugierig bleiben, neues entdecken, forschen, lernen und reisen, innerlich wie äusserlich, gelerntes weitergeben, gehörte wie jedes Jahr auch 2023 dazu.

Extrem wichtig ist es für mich auch, meine Balance zu halten, mit meiner Energie und meinen Kräften gut umzugehen. Gerade auch als Frau meinem inneren Rhythmus mit einer Wellenbewegung zu folgen.

Mein Jahresrückblick 2023

Gedanken über Frauen von früher und heute lässt mir mein Warum noch klarer werden

Mein Jahr 2023 fing viel aufgeregter an, als ich es mir wünschte. Der Todesfall meines Onkels am 24. Dezember 22 rüttelte einiges in mir auf. Es gab einiges zu regeln und organisieren. Aber auch die Erinnerung an meine vor fünf Jahren verstorbene Mutter und ihre Ursprungsfamilie eröffneten neue Denkräume in mir.

Das bewirkte, dass ich wieder Fotos von Früher hervor nahm. Da sind auch die wunderschönen früheren Portraits meiner Mutter, Grossmutter und Urgrossmutter dabei, welche mich Anfangs 2021 so sehr inspirierten, als ich mit meiner Frauenportraitmalerei begann.

Grossmutter un Mutter mit Verwandten
Frauennetzwerke 1934, meine Grossmutter und Mutter mit 2 Brüdern und Cousinen

Ich machte mir erneut Gedanken über das Leben der Frauen von früher und heute. Mir wurde bewusst, dass es sich lohnt, da genauer hinzusehen.

Ein Thema, das mich sehr beschäftigt ist die Erschöpfung der Frauen. Auch weil ich als sehr feinfühlige Frau selbst betroffen war. Schon als junges Mädchen und Anfangs zwanzig. Damals gab es den Namen Burnout noch nicht. Erneut mit kleinen Kindern und allen Verpflichtungen nebenbei habe ich solche Erschöpfungsgeschichten durchgemacht.

Ich schaute mir weitere Fotos von früher an und dachte an meine Grossmutter. Ich erinnerte mich wieder daran, wie meine Grossmutter mit zirka 60 Jahren auch oft erschöpft war. Als kleines Mädchen beobachtete ich, dass sie immer ihre Haare offen trug wenn sie erschöpft war und sich dann oft auf ihr Zimmer zurückzog. Ich könnte hier noch viel mehr darüber erzählen. Kurz gesagt, die Erschöpfung der Frau war bei mir schon damals präsent durch Beobachtungen als kleines Mädchen, nicht nur bei meiner Grossmutter, sondern auch bei meiner Mutter.

Mir wurde viel bewusster, wie sehr sich solche Themen über Generationen wiederholen können. Und immer noch ist „die Erschöpfung der Frauen“ ein grosses Thema. Das hat sich in der heutigen Zeit, mit all den Ansprüchen an die Frau, eher noch verstärkt.

Ich selbst fand einen guten Weg, der mir half, meine wirklichen Kraftquellen zu finden und meinen Visionen zu folgen, ohne ausgebrannt zu sein. Ich lernte auf meine Bedürfnisse gut zu achten. Und wenn es wieder anfängt zu stark zu brennen, ist es wichtig, bei mir selbst zu bleiben und mir Auszeiten zu gönnen.

Mir wurde so klar, die Geschichte darf sich für die Frauen nicht mehr wiederholen. Wir sind die Generation, die für eine Veränderung sorgen können. Es ist für mich wichtig geworden, etwas dafür zu tun und einen Betrag zu leisten, damit Frauen wirklich in ihrer Kraft leben.

Wertvolle Tools und meine Erfahrungen helfen mir in der Begleitung der Frauen. Wenn eine Frau ihre wirklichen Kraftquellen und wahren Bedürfnisse kennt, sind das die ersten Schritte zur Veränderung.

„Every woman needs a room of her own“ (Virginia Woolf)

Dieser Satz von Virginia Woolf sagt so viel Wahres. Anfangs 2023 wurde es Zeit, wieder mehr Raum für mich selbst einzunehmen. Dies nach einer längeren Zeit des Zusammenrückens und Improvisieren in der Familie. Wir waren in der Coronazeit oft zu fünft. Alle mussten Platz finden irgendwo in unserem Zuhause für Homeoffice Arbeit und zum Lernen. Jetzt waren Corona und die Homeoffice-Zeit vorbei. Also wurde es notwendig, um mir endlich wieder einen festen Platz zu sichern und einzunehmen, nach diesem ewigen und andauernden flexibel sein und hin und her.

Und wieder entsteht ein neues Frauenportrait

Auch zu meiner Malerei gehört die tiefe Auseinandersetzung mit der Frau von Heute und Früher. Beim Malen, steht am Anfang eine Idee, eine Ahnung oder etwas Inspirierendes. Mit einem blauen Stift beginne ich die Frau zu skizzieren. Danach tauche ich den Pinsel in die Farbe und liebe es, mit dieser Geschmeidigkeit und Weichheit der Farbe zu malen. Farben werden aufgetragen und wieder übermalt. Ideen verworfen, eine neue Farbe wird gemischt und kommt dazu. Manchmal wechseln die Kleider der Frau, der Hintergrund oder auch die Haarfarbe. Licht erzeugt gemeinsam mit dem Schatten die passende Stimmung. Die Frau zeigt sich immer mehr in ihrer Präsenz. Dann kommt der Moment, wo die Frau im Bild „Stop!“ sagt. Dann ist das Bild fertig und der richtige Moment mit dem Malen aufzuhören. Und der ist immer stimmig, dann braucht es keinen einzigen Pinselstrich mehr.

Frauenportrait gemalt von Gertrud Fässler-Scheuber
© Gertrud Fässler-Scheuber

Wenn ich male, bin ich gerne mit gemalte Frauenportraits, Fotos und Bilder von alten Meister:innen umgeben. Das nährt mich, das nährt meine Malerei.

Gedanken kreisen um eine mögliche Ausstellung in Paris

Frauenportrait gemalt von Gertrud Fässler-Scheuber
© Gertrud Fässler-Scheuber

Bild um Bild sind entstanden. Habe ich jetzt genügend passende Bilder für eine Ausstellung? Es fühlte sich immer stimmiger an, daran zu denken nach Paris zu gehen, um alles für eine Ausstellung in die Wege zu leiten. Seit meinem letzten Besuch in Paris im Oktober 2021 ist diese Idee gereift.

Dann kam die Gelegenheit für eine Reise nach Paris. Unsere Tochter fragte uns, ob wir auch Anfangs September nach Paris kommen wollen. Die Eltern ihres Freundes, aus Boston kommen nach Europa und besuchen Paris. Das war eine schöne Idee um sie zu treffen und kennenzulernen. Wir könnten dann auch Pierre Yves, unser Freund in Paris sehen, und abklären, wann es für eine Ausstellung in seinem Geschäft passen könnte. Die Ausstellung meiner Frauenportraits im Geschäft JAGVI. Rive Gauche.

Auf nach Paris

Am 2. September fuhren mein Mann und ich mit dem Zug nach Paris. Paris mit Temperaturen um die 30 Grad, das war Sommerfeeling pur. Wir genossen es sehr so einen schönen sommerlichen warmen Abend beim Eiffelturm zu verbringen.

Eiffelturm

Am Sonntag besuchten wir Pierre Yves erst in seinem Geschäft und gingen danach gemeinsam im Apéti essen. Das ist ein sehr gutes vegetarisches Restaurant in Paris. Unsere Tochter Salome und ihr Freund kamen auch mit.

Im Apéti waren wir auch schon vor zwei Jahren im Oktober 2021, ich mit Salome und Pierre Yves. Hier entstand damals die Idee für die Ausstellung meiner Bilder in seinem Geschäft. Und jetzt im September 2023, an diesem wunderschönen Sonntagabend wurde diese Idee gefestigt.

Die Eltern des Freundes von Salome trafen wir am nächsten Abend zum Essen. Es war schön sie kennenzulernen. Am Tag darauf, gingen wir gemeinsam ins Musée d’Orsay. Das war ein Highlight für mich. Die Originale von Claude Monet, Cézanne, Mary Cassatt, Renoir und Sisley, in diesen beeindruckenden Farben und dem schönen Licht zu sehen. Dieses leuchten der Farben auf den Originalgemälden kommt auf Fotos nie so zur Geltung wie im Museum.

Jardine du Luxembourg
Spaziergang im Jardine du Luxembourg

Meine Ausstellung in Paris wird wahr

Wieder Zuhause, musste schnell viel für die Ausstellung organisiert werde. Meine Bio auf Englisch und Französisch, ein Booklet, welches mein Sohn für mich in Berlin gestaltete, eine Website, Rahmen für die Bilder usw. Zum Glück hatte ich die Unterstützung meines Mannes, meiner Familie und weitere Personen aus meinem Umfeld. Alleine hätte ich das alles nicht geschafft. Vielen Dank an alle an dieser Stelle. Trotz Zeitdruck entschied ich mich schon im November auszustellen. Ich wusste, diese Gelegenheit wollte ich jetzt nutzen.

Booklet für die Ausstellung
Booklet Bio
Booklet für die Ausstellung – © Gertrud Fässler-Scheuber
Ausgewählte Bilder für die Ausstellung
Ausgewählte Bilder für die Ausstellung – © Gertrud Fässler-Scheuber 

Und es ist so gut geworden, alles lief wie am Schnürchen, die Besprechungen, die zweite Reise nach Paris. Diesmal mit den Bildern im Gepäck und sogar einem Regenbogen auf der Zugfahrt. 

Gare de Lion, Paris
Gare de Lion, Paris

Mein Mann begleite mich wieder. Nach dem Aufhängen der Bilder am 1. November, besuchten wir erneut den Jardin du Luxembourg. Die Stimmung war einfach wundervoll, wie ich sie liebe. Solche Stimmungen inspirieren mich sehr, auch für meine Malerei.

Beeindruckende Stimmung im Jardine du Luxembourg, 1. November 2023
Beeindruckende Stimmung im Jardine du Luxembourg, 1. November 2023

In der Nacht vor der Ausstellung gab es eine Sturmwarnung. Ein starker Sturm fegte über Paris, ich konnte kaum schlafen. Auch am 2. November, am ersten Tag der Ausstellung, windete es so stark, ich musste meine Haare zusammenhalten. Alle Pärke waren wegen des Sturms an diesem Tag geschlossen.

Ausstellung vom 2. November 2023 bis 2. Januar 2024 in Paris
Die gemalten Portraits leuchten in der Ausstellung noch viel schöner als auf den Fotos

Plötzlich waren Menschen bis in die USA an mir als Künstlerin interessiert. Die Bilder kommen an. Ich habe einen Ort in Paris wo Menschen meine Bilder sehen können, welch ein Geschenk. Ich bin Pierre Yves so Dankbar, dass er mir das ermöglicht hat.

Später gingen wir an diesem sehr windigen 2. November, ins Wild and the Moon. Auch ein cooler Ort um etwas Vegetarisches zu essen. Vor zwei Jahren entdeckten meine Tochter Salome und ich dieses Restaurant. Es ist einer dieser Orte, wo sich die verschiedensten Menschen treffen. Hier wird viel Wert auf Frisches, Gesundes und Feines gelegt. Ein toller Ort zum Essen, und zum Sein.

Ich vor dem Wild and the Moon

Am Abreisetag trafen wir erst Pierre Yves zum Lunch, besuchten nochmals die Ausstellung im JAGVI. Rive Gauche, genossen den Spaziergang durch den Jardin des Tuileries und gingen bald zum Gare du Lion um mit dem Zug nach Hause zu fahren.

Beim Jardin des Tuileries am Abreisetag
Beim Jardin des Tuileries am Abreisetag 
Ich im Jardine des Tuileries

Die Ausstellung im JAGVI., in Paris, läuft vom 2. November bis am 2. Januar. 2024 und sogar ein bisschen länger, voraussichtlich bis Ende Januar. Im Rahmen dieser Ausstellung begann ich erste Artikel auf Facebook zu posten.

Die Herrenboutique JAGVI.

JAGVI ist eine Herrenboutique mit sehr schönen Kleidern für den Mann, die auch online und in Shops als Modelabel bis in die USA angeboten werden

Neue Wege gehen mit Onlinecoaching

Diesem Thema begann ich mich Anfangs Februar wieder zu widmen. Die Zeit wurde reif, wie kann ich mit meinem Angebot online gehen? Wie spreche ich meine Zielgruppe an und wie erzähle ich meine Geschichte?

Jetzt wollte ich es wissen. Wie wertvoll könnte es sein, mein Angebot auch online anzubieten. Wie kann ich mich einerseits als Malerin von Frauenportraits mit meiner Kunst zeigen und meine Geschichte erzählen? Und wie kann ich mich andererseits mit meinem Angebot als Wegbegleiterin für Frauen positionieren? So, dass sich die Frauen angesprochen fühlen, die zu mir als Kundinnen passen.

Bei meinem Angebot für Frauen geht es immer wieder darum, sich selbst besser zu erkennen und sich klar zu werden, welche Bedürfnisse genährt werden müssen, um sich für einen neuen besseren Weg kraftvoll zu fühlen. So kann Wichtiges verinnerlicht und verankert werden. Dazu hüte ich den Raum. Die neu gesetzten Ziele und Visionen können reifen bis sie greifbar werden und verinnerlicht sind.

Mein Coaching basiert vor allem auf den Grundlagen des Persönlichkeits- u. ressourcenorientierten Modell IPSIS®, mit PSI und ZRM®, meinen Erfahrungen, ergänzt mit weiteren wertvollen und kreativen Tools.

Wie geht das mit Online? Um herauszufinden wie ich mit meinem Angebot online weiterkommen kann, durchlief ich bei Iris Seng, zusammen mit wunderbaren anderen Frauen, ein wertvolles Programm. Ein Programm, welches unsere Sinne schärfte, mit einem neuen Blick auf unsere Einzigartigkeit und die passenden Storys dazu. Mir wurde noch mehr bewusst, was es heisst in meinem Business die eigene Autorität zu sein und ich bekam eine Idee, wie ich mich online noch besser mit meinen Kompetenzen und Erfahrungen zeigen kann. Sehr bereichernd war auch der wertvolle Austausch in der Gruppe mit allen Frauen.

Learning by doing, die Testphase beginnt

Ich begann mein Online Angebot mit Kundinnen zu testen. Wie verwandle ich mein Offline Coaching Angebot, so dass es auch online funktioniert und vor allem gut ankommt. Das war die Frage.

Es soll ein Abenteuer sein, eine Reise zu den echten Bedürfnissen und Kraftquellen. Es soll einen Erkenntnisweg bieten der berührt und die Fragen der Kundin, die im Raum stehen, beantworten. Damit wichtige Inhalte wirklich nachhaltig verinnerlicht werden können, einfach und interessant, mit Freude und auf eine gute Art und Weise.

Ich merkte, dass es mir leichtfällt, das Angebot abenteuerlich und mit Aha-Erlebnissen zu gestallten. Wichtig war mir, den Körper durch Embodiment-Übungen spürbar und mit alle Sinnen einzubeziehen.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mein Angebot so kreativ ausgestalten kann und dass die Ideen so fliessen. Es machte der Kundin und mir viel Freude. Und das Ergebnis wirkt nachhaltig, so die Rückmeldung der Testkundinnen.

Nun habe ich mir einen roten Faden erarbeitet, den ich aber sehr individuell und flexibel jeder einzelnen Kundin anpassen kann. Dieser Leitfaden gibt die Grundstruktur und ich kann so sehr flexibel passende Übungen einbauen.

Jetzt ist Anfangs Dezember, ich bin so Dankbar, dass ich schon so weit gekommen bin.

Treffen im Salon d’Or des Institut PSI-Schweiz

Ein Treffen findet jedes Jahr anfangs Juli im schönsten Garten in Zürich statt. Das Treffen im PSI-Institut Schweiz von Nicole Bruggmann im Salon d’Or, ist für alle zertifizierten PRB® Coaches IPSIS®. Vernetzung Neuigkeiten und Austausch, es ist immer inspirierend einander zuzuhören und Neuigkeiten von Nicole zu hören. Dieser Anlass ist für mich immer ein Highlight im Jahr. Es ist so schön einander wieder zu treffen. Wir geniessen das Zusammensein mit feinem Essen und Trinken.

Salon d'Or Treffen am 1. Juli

Mit dem Schiff nach Weggis zu PEPigen Abenteuern

Was ich letztes Jahr 2022 begonnen habe, wollte ich im Juli 2023 unbedingt zu Ende bringen. Meine Fortbildung PEP® (nach Dr. Bohne) und das am schönsten Seminarort der Welt, wie es Michael Bohne immer wieder betont, nämlich in Weggis in der Innerschweiz am Vierwaldstättersee. Am liebsten reise ich dorthin mit dem Schiff. Es ist jetzt schon klar, dass ich nächstes Jahr im Juli wieder spannende Weiterbildungskurse im Zusammenhang mit PEP® in Weggis besuchen werde.

Ich bei der Fahrt mit dem Dampfschiff von Luzern nach Weggis
Fahrt mit dem Dampfschiff von Luzern nach Weggis 

Was ist PEP®? PEP® von Michael Bohne steht für Prozess- und Embodiment fokussierte Psychologie. Letztes Jahr lernte ich bei Michael, wie der Einstieg mit Klient:innen geht und alles rund um das 16 Punkte Klopfen. Damit können unangenehme Gefühle, mit Embodiment, dem Körper als Bühne der Gefühle, reguliert werden. Wenn das zu wenig greift, können mit den Big 5, einem weiteren Tool von PEP®, Ursachen und Blockaden, abgecheckt und aufgelöst werden.

Auch dieses Jahr genoss ich die schöne Schifffahrt von Luzern nach Weggis. Diesmal zu PEP® II und III. Zu Beginn jeden Kurses gibt es immer Kaffee und Kuchen um gemeinsam anzukommen.

Lustigerweise setzte ich mich da erstmal an einen Tisch von einem ganz anderen Weiterbildungskurs. Da lernte ich die Kursleiterin Susanne Hofmeister und Buchautorin des Buches «Mein Lebenshaus hat viele Räume», wo es um Biografiearbeit geht, kennen. Mit Biografiearbeit hatte ich mich auch schon vertieft beschäftigt. Es ist immer schön jemanden persönlich zu treffen, der darüber schreibt.

Ich traf und kenne ja schon einige Autorinnen und Autoren von guten Fachbüchern persönlich, wie z. B. Ingeborg Stadelmann von Bewährte Aromamischungen und Die Hebammen-Sprechstunde, Mechthild Scheffer mit den Bachblüten, Julius Kuhl, PSI Theorie, Fabian Grolimund, vom Clever Lernen mit Kindern und natürlich Michael Bohne und noch weitere coole Autor:innen.

Im Kurs selbst traf ich dann auf bekannte und auch neue Leute. Im Kurs II ging es um Loyalitäten mit anderen Menschen. Das heisst, wenn man seinen Weg nicht geht, wie z. B. nicht studierte, weil der Vater das auch nicht konnte, usw. Wir wissen manchmal gar nicht welche Glaubenssätze uns hindern und wieviel Rücksicht wir auf andere nehmen, was uns dann abhält, das zu tun was wir eigentlich möchten. Mit dem KKT (Kognitive Kongruenz Test), kann hier auf eine wirklich gute und wirksame Art aufgeräumt werden und wie es Michael Bohne sagt, die roten Ampeln auf grün stellen.

Beim Kurs III ging es darum, die Selbstwerträuber zu entlarven und mit Selbststärkung und kraftvollen Sätzen den Selbstwert wieder anzuheben. Wie schon bei den anderen Kursen trafen wir uns am ersten Tag zu Kaffee und Kuchen. Die Übungssessionen machten sehr viel Spass, wie auch der wertvolle Austausch mit den anderen Teilnehmern.

Ich ging im Gegensatz zu den meisten, die oft von weither anreisten, jeden Abend nach Hause. Um trotzdem noch Zeit mit den anderen Kursteilnehmenden zu verbringen, buchte ich das Abendessen und blieb noch ein bisschen dort. Danach fuhr ich mit Bus und Zug jeweils am Abend nach Hause. Am zweiten Kursabend brach ein extremes Gewitter aus. Ich erreichte noch einigermassen trocken den Bus. Wechselte zum Zug, das Barfuss, weil es so stark regnete und erreichte mein Zuhause, als der Sturm sich in der Zwischenzeit wieder ein bisschen gelegt hatte.

An einem anderen Abend kam der Bus nicht. Ich war gemeinsam mit einer Frau und einem Mann an der Bushaltestelle schon am Überlegen, ein Taxi zu bestellen. Da hielt ein Mann mit seinem Auto an um uns zum nächsten Bahnhof zu bringen. Es sei ein Unfall passiert und Leute vom Dorf seien deshalb unterwegs, um die wartenden Busfahrgäste zum nächsten Bahnhof zu bringen. Was für eine nette Geste dieser Einheimischen von Weggis.

Was ich sonst noch mitnehme, sind tolle Freundschaften und Übungsmöglichkeiten. Seither treffen wir uns jeden Monat online. Ich finde es genial, gemeinsam Fragen zu klären und gelerntes mit neuen Ideen zu ergänzen.

Mutter sein im Wandel der Zeit, ein Kommen und Gehen

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das ist das, was ich am schnellsten gelernt habe, als ich Mutter wurde.

Helena, eine gute Bekannte, sagte damals, als ich mit meinem ersten Kind schwanger war: „Wenn du Mutter wirst, verändert sich dein Leben für immer. Es wird nie mehr so sein wie vorher.“ Das ist jetzt 25 Jahre her und so ist es auch. Mütter bleiben wir bis ans Ende unserer Tage.

Viele meinen die Kinder gehen aus dem Haus und die Mutter hat nichts anderes zu tun als dem „empty nest“ nachzutrauern. Egal wie eine Mutter es macht, sie ist entweder eine „Gluggere“ (Henne) oder eine Rabenmutter. Kommt ein Kind mit schmutzigen Kleidern, ist es die Mutter, die etwas falsch macht usw.

Heute ist es so, dass die Kinder, wenn sie Erwachsen werden, oft noch mehre Jahre in Ausbildung sind. Das Studium dauert länger, gerade auch wenn sie noch nebenbei arbeiten. Es gibt auch viele junge Erwachsene, die verdienen so wenig, dass sie Mühe haben, eine bezahlbare Wohnung zu finden und deshalb noch bei den Eltern wohnen.

Bei uns, und gerade in diesem Jahr, ist es ein kommen und gehen zwischen WG’s und Zuhause. Die eine Tochter hat während intensiven Lernphasen mehr Ruhe zum Lernen bei uns, als in ihrer WG. Die andere Tochter arbeitet an einem Portfolio für eine neue Studienrichtung und wird ihre Wohnsituation je nach Studien- und Arbeitsort neu ausrichten. Und unser Sohn ist soeben von seinem halbjährigen Praktikum als Grafikdesigner aus Berlin zurückgekehrt.

So sind wir manchmal zu fünft, zu viert, zu dritt oder zu zweit. Wir sind fünf Erwachsene, zum Glück in einem Haus und es ist ein kommen und gehen. Auch wir Eltern kommen und gehen. Auch wir wollen frei und kein Hotel sein. Da muss auch nicht immer alles im voraus organisiert sein, sondern je nach dem wird gekocht und alle müssen etwas beitragen. An wem würde es sonst hängenbleiben? Jeder kann Kochen und die Wäsche machen. Chaotische Momente müssen wir zwischendurch in Kauf nehmen. Wenn es mir im Wohnzimmer zu voll wird ziehe ich mich gerne mal zurück, das kennt wohl jede Mutter mit jungen Menschen. So gibt es Momente miteinander, nebeneinander und Momente wo ich und mein Mann weg sind, eben ein kommen und gehen.

Wir freuten uns sehr mit unserem Sohn, dass er im Mai, bevor er nach Berlin ging, die grundlegenden Berufsmaturitätsfächer abschliessen konnte. Stolz bin ich auch auf meine zweite Tochter, Sie wechselt die Richtung ihres Studiums. Stolz bin ich, weil sie den Weg des Herzes geht, lieber einen Wechsel vollziehen als später das Gefühl zu haben, es lief falsch. Ich habe meine Kinder mit einem kreativen Ansatz begleitet, in der Hoffnung, dass sie sich selbst gut spüren und einen Wege einschlagen, den sie gerne möchten.

Bachelor Abschlussfeier KKL Terasse Luzern, September 2023
Bachelor Abschlussfeier KKL Terasse Luzern, September 2023

Und mit unserer ältesten Tochter Sarah durften wir Mitte September ihren Bachelor Abschluss an der Uni Luzern feiern. Sie hat das alles neben einem 60% Arbeits-Pensum gemacht. Sie darf so stolz auf sich sein, wir Eltern sind es sowieso! Hier oben im Kunsthaus Luzern war ich auch als Luzernerin noch nie. Ich bin so stolz auf sie.

Endlich schönes Wetter

Ich genoss es, als endlich das schöne Wetter Ende Mai kam. Mein Mann und ich unternahmen wieder vermehrt Spaziergänge und genossen es draussen zu sein, zu lesen, zu schreiben und zu philosophieren. Es tat gut uns eine kleine Auszeit zu gönnen, gerade in diesem eher hektischen Jahr.

Zweimal Berlin

Es ist Ende Juni. Morgens um fünf geht es aus dem Haus, die Strassen sind leer. Man hört nur das Rattern unserer Rollkoffern und das am Sonntagmorgen. Bald sind wir beim Zug, einmal umsteigen und weiter zum Zürcher Flughafen. Es geht nach Berlin, wir besuchen unseren Sohn während seines halbjährigen Praktikums.

Angekommen fahren wir mit dem Taxi in die Berliner Innenstadt. Der Innenhof beim Hotel ist wunderschön. Ein wunderschöner Garten, sogar Palmen hat es hier. Hier werden wir auch Frühstücken.

Garten im Innenhof des Boutique Hotels Garden Living in Berlin
Garten im Innenhof des Boutique Hotels Garden Living in Berlin

Es ist Nachmittag. Wo wollen wir hin? Wir sind in der Nähe des Naturmuseums und der Charité. Wir gehen ein Stück, bis wir in eine Strasse mit Galerien und Restaurants kommen. Wir sind von der Schönheit der grünen Oasen, die wir in den Innenhöfen sehen, fasziniert. Es ist Sonntagnachmittag und die Leute geniessen die freie Zeit. Wo können wir etwas essen? Wir sehen einen Biergarten. Hier ist es schön, hier essen wir etwas. Beim ältesten Ballhaus, beim Clärchens Ballhaus, wo immer noch getanzt wird, ein Highlight für uns.

Biergarten Clärchens
Biergarten Clärchens
Clärchens - Original seit 1913
Clärchens – Original seit 1913

Nach dem Essen rufen wir unseren Sohn an. Wir werden später zu ihm gehen. Seine Wohnung befindet sich im Moabit Quartier. Wir gehen zu Fuss und sind etwa eine Stunde unterwegs, durch schöne neue und ältere Quartiere, über die Spree.

Wir kommen an der genannten Adresse an. Zuerst geht es in den Innenhof, erst dann erreichen wir das Haus. Eine schöne Wohnung haben sie gefunden, unser Sohn und sein Kollege aus der Fachklasse Grafik Luzern. Sie hatten wirklich Glück gehabt, so kurzfristig noch etwas bezahlbares für ein halbes Jahr zu finden. Später gehen wir gemeinsam Pizza essen. Danach schlendern wir zurück zu unserem Hotel.

Mein Sohn und ich
Mein Sohn und ich in Berlin.

Am nächsten Tag gehen wir auf die Museumsinsel, die mir sehr gefällt, zum Checkpoint Charlie und später zum Brandenburger Tor.

Ich im Museum auf der Museumsinsel

Am Abend treffen wir uns wieder mit unserem Sohn. Wir besuchten das vom Schweizer Architekten Max Dudler entworfene Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, nahe dem Bahnhof Friedrichstrasse, welches eine riesige Bibliothek für Studierende ist. Die Grösse und die alten Bücher, die wir fanden, sind beeindruckend.

Jakob und Willhelm Grimm Zentrum, Berlin
Jakob und Willhelm Grimm Zentrum, Berlin (fotografiert von Gertrud)

Es geht zur Mauer, zum Mauerpark, in der Nähe wo unser Sohn sein Praktikum in einem Grafikdesign Studio absolviert. Wir wollten etwas in einer Bäckerei kaufen, aber wo findet man eine Bäckerei in Berlin? Gar nicht so einfach. Endlich eine gefunden, bringen wir etwas Feines mit zum „z’Vieri“ (Kaffee). Wir werden an seinem Arbeitsplatz sehr herzlich begrüsst. Es sind sehr nette Leute. Sie wertschätzen die Mitarbeit von Simon sehr und er fühlt sich auch wohl im Team.

Am Abend gingen wir in ein Türkisches Restaurant, wo wir schon vor 10 Jahren waren. Immer noch eine sehr gute Adresse :-).

Ende August ging es nochmal nach Berlin, gleiches Hotel. Wir kennen uns schon ein bisschen aus. Diesmal reichte es auch für einen Besuch in Potsdam. Beeindruckt hat uns der historische Wiederaufbau von Potsdam Mitte. Wir besuchten das Barberini Museum. Hier hat mich ein Gemälde von Sisley ganz besonders berührt, weil die Wolken wie Sterne am Tageshimmel aussehen. Auch hier, das echte Gemälde im Museum ist einfach beeindruckend, noch viel schöner als fotografiert.

Wir genossen auch einen schönen Spaziergang im Tiergarten und das Essen und besonders das Dessert im Restaurant NENI, mit Aussicht aus dem 10. Stock auf den Berliner Zoo. Wir erkunden mit unserem Sohn den Prenzlauer Berg, besuchen einen alten Wasserturm, der in Wohnungen umgebaut wurde und genossen eine gute Zeit in einem schönen Kaffee.

SESAM3 - Ein NENI Klassiker, exterm fein :-)
SESAM3 – Ein NENI Klassiker, exterm fein 🙂

Resümee zum Jahr 2023 und Ausblick

Einfach für mich loszugehen, war eine gute Entscheidung. Es bringt mich in meine Kraft. Auch wenn es stürmte, ich manchmal müde war, vielleicht nicht immer alles perfekt lief und auch improvisiert werden musste. Es hat sich für mich gelohnt loszugehen.

Das Malen ist für mich eine Passion. Ich liebe es und bin oft bei der Arbeit im Flow, genau im richtigen State von Herausforderung und fliessen lassen. Auch hier gibt es Momente wo ich nicht weiterkomme und wieder mit Abstand darauf schauen muss. Manchmal habe ich Rückenschmerzen, auch ein Zeichen für eine Pause und einen Spaziergang. Eine Pause und ein bisschen Abstand hilft das Bild mit neuen Augen zu sehen. Ich male weiter. Vielleicht werden die Bilder grösser. Ich bleibe dran, neue Ideen werden entstehen und ich werde mich darauf einlassen.

Das Highlight im Jahr 2023 war sicher meine Ausstellung meiner Frauenportraits in Paris. Plötzlich interessieren sich Menschen aus aller Welt für meine Kunst. Ich bin allen Menschen dankbar, die mich dabei unterstützt haben.

Dank der Kommunikation in Englisch konnte ich sogar noch mein Englisch auffrischen, ein riesiger Booster ganz nebenbei. Die Reisen nach Berlin und Paris waren grossartig. So kann es ruhig weitergehen.

Auch meine Online-Coachings sind für mich sehr bereichernd. Es erfüllt mich mit Freude Frauen auf diesem Weg begleiten zu dürfen. Auch hier bleibe ich dran. Natürlich habe ich schon viel Erfahrung im Begleiten von Frauen. Das es online für mich so gut läuft, hatte ich nicht erwartet.

Klar ist, dass ich den Fokus weiter auf diese zwei Themen setzen werde. Weil so viel lief, werde ich mir erst eine Auszeit gönnen. Bald geht es ja nochmals nach Paris. Jetzt wo alles so gut geklappt hat, kann ich es ganz mit Ruhe und Gelassenheit nehmen. Ich vertraue meinem Flow und bin gespannt wie alles weiter geht.

Und als Mutter freue ich mich natürlich auch sehr über die Erfolge meiner Töchter und meines Sohnes.

Ich bin daran mich noch mehr zu Vernetzten. Auch hier leiste ich gerne mein Beitragen und freue mich auf die Inputs die daraus entstehen.

Mir genügend Zeit zu nehmen und mit mir selbst verbunden zu bleiben hat mir in der hektischen Zeit immer geholfen. So fühle ich mich inspiriert und in meiner Kraft.

Booklet Danksagung

Ich bin Dankbar und erfüllt im Herzen. Vieles habe ich ja vorher noch nie gemacht. Ganz nach Pippi Langstrumpf! Es hat wirklich funktioniert, darauf zu vertrauen.

Ich danke Judith Peters ganz herzlich für die Begleitung für einen gelungenen Jahresrückblog 2023.


Kommentare

2 Kommentare zu „Jahresrückblick 2023: Einfach mutig losgehen“

  1. Avatar von Isabelle Burri
    Isabelle Burri

    Liebe Gertrud

    Ich gratuliere Dir zu deinem interessanten Blog. Das sind tolle Berichte und wunderschön gemalte Bilder.
    Ja – vorallem als Mutter ist das Leben im Wechsel – schön, dass du deinen Weg gehst.
    Ich wünsche Dir weiterhin ein erfülltes Leben.

    Deine Kollegin Isabelle

    1. Liebe Isabelle
      Ich danke dir ganz herzlich ♥️ für dein schönes Feedback. Es freut mich sehr, dass dir die Bilder gefallen. Mit der Zeit wird es noch mehr zu lesen geben .
      Herzlichst Gertrud

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