Jahresrückblick 2024: I go with the flow

© Gertrud Fässler-Scheuber

Aufregend war es, wie  mein Jahr begann, während meine Ausstellung der Frauen Portraits in Paris am Laufen war. Schön, mit meinem Jahresrückblick 2024 zurückzuschauen und zu sehen, wie ich mit allem ein Stück weitergekommen bin. Auch wenn es nicht nur aufwärts ging, mit dem Flow zu gehen, war eine gute Entscheidung und half mir mich immer mehr auf das einzulassen, was gerade wichtig ist. Ich habe mir goldene Räume geschaffen für wertvolle Erholung und neue Inspiration. Manchmal war es einfach wichtig eine Pause einzulegen, einen Spaziergang zu machen oder den Moment zu geniessen. Wichtig waren auch die Reisen. Die erste Reise stand schon im Februar an, auf nach Paris zu meinen Bildern. Und spannende Reisen folgten.
Meinen Blickwinkel zu ändern wenn etwas nicht funktionierte, hat immer geholfen neue Wege und Lösungen zu finden.
Und ich durfte coole Frauen begleiten. Frauen in ihrem sein zu stärken und die Selbstentfaltung zu fördern, das liegt mir sehr am Herzen. Auch hier geht es meist darum, sich selbst gut zu spüren und gut mit den inneren Kraftquellen umzugehen.
Wichtig waren mir auch meine Treffen mit meinen Netzwerken und Weiterbildungen. Und wir haben es als Familie richtig genossen, meinen Geburtstag kurz vor Weihnachten in Kopenhagen zu feiern. 

Mein Jahresrückblick 2024

Ein neues Jahr beginnt

Es reichte gerade noch am 11. Januar am Geburtstag meiner Mutter, das Grab meiner Eltern zu besuchen und Blumen hinzulegen. Ich fühlte mich krank. So konnte ich anschliessend nicht ans Lichtfest LILU, das jedes Jahr im Januar die ganze Stadt Luzern wunderschön ausleuchtet. Schade, denn ich bekam die Grippe. Zum Glück wurde meine Ausstellung meiner Frauen Portraits in Paris um einen Monat verlängert. Es wäre nicht so schön gewesen, krank in Paris zu sein. Zehn Tage später ging es mir wieder gut und ich bekam die Gelegenheit, ein wunderschönes Klavierkonzert im KKL Luzern zu besuchen, das etwas ganz besonderes war. Als weltweit erstes Musik Projekt dieser Art, wurde im Rahmen des Le Piano Symphonique 2024 auf 20 Klavieren mit 80 Händen gespielt. Und meine Nichte Lou spielte auch mit. Es war magisch und sehr beeindruckend. Ganz berührt sass ich in der ersten Reihe. Anschliessend habe ich doch noch etwas vom LILU Lichtfest gesehen.

KKL Luzern, LILU
LILU nach dem Konzert im KKL Luzern

Ein kraftvoller Satz

Schon am Anfang des Jahres kam es also anders als ich dachte und es geplant war.  Seit ich Kinder habe, läuft das oft so. Ich bin mir das ja gewohnt und finde meist schnell Wege, die weiterhelfen. Und als das Jahr schon so begann, mit der Verlängerung meiner Ausstellung in Paris, fiel mir spontan mein Satz für 2024 ein.

I go with the flow und Eins nach dem Anderen

Dieser kraftvolle Satz hat mich durch das ganze Jahr getragen und  mich immer wieder daran erinnert, in die Gelassenheit zu gehen, mir goldene Räume zu gönnen und zu Vertrauen, auch dann, wenn es noch nicht so aussieht, dass am Ende alles gut kommt.

Auf nach Paris

Und wieder ging es nach Paris. Am 2. Februar reisten mein Mann und ich mit dem Zug von Luzern nach Basel und weitere drei Stunden nach Paris zum Gare du Lion. Es war eine wundervolle Stimmung auf der Fahrt durch die winterliche Landschaft mit einem ganz besonderem Licht. Das beeindruckte mich. Auch im Wissen, dass der 2. Februar als Tag des Lichts gewürdigt wird, als Lichtfest. Das erste Fest im Jahreskreis, welches an die Kraft des Frühlings erinnert, wenn die Tage beginnen wieder ein bisschen länger zu werden. 

Auch in Paris zeigte sich das Licht auf besondere Art und Weise. Zum Beispiel als wir auf den Bus warteten und ich dieses so schön beleuchtete Haus vis a vis entdeckte. Oder in den noch weihnachtlichen Beleuchtungen, welche die Kirchen und viele Restaurants zierten.

Am 2. Februar gingen wir in die Modegalerie JAGVI: Rives Gauche zu meiner Ausstellung, die nun zu Ende ging. Ich habe Pierre Yves Bomey ein Bild mitgebracht, dass ich für ihn gemalt habe. Ich nannte es „la Soeur“, die Schwester, die jetzt für immer in Paris bleibt.

© Gertrud Fässler-Scheuber, La Soeur, die Schwester, die in Paris. bleibt

Mehr zu meiner Ausstellung im Jahresrückblick 2023 und hier das Feedback von Pierre Yves, was mich sehr freut:
„The project with Gertrud has been to present in our Fashion Gallery in Paris her paintings at end of 2023 during  3 months. These are strong and emotional at the same time thanks to vibrant colors and very intimate woman faces. Gertrud successfully paints the state of mind of women, inspired by her personal life. It was a great pleasure to present her art to Parisian and international visitors here. Long life to her art !“
Pierre-Yves Bomey
Jagvi Rive Gauche
co founder 

Schön war es, ein paar Tage später mit Pierre Yves und seiner Partnerin im vegetarischen Restaurant APETI essen zu gehen, um die Ausstellung und das  Interesse an meinen Bildern zu feien.

Es war cool, wieder ins Wild & the Moon Essen zu gehen, wo wir noch neue Standorte entdeckten. Dort gefällt es uns sehr zu chillen, mit dem Gefühl mit der ganzen Welt verbunden zu sein.

Ich liebe solche Orte genauso wie ein Spaziergang  durch den Jardin du Luxembourg und ein Besuch im Musée d’Orsay.

Im Musée d’Orsay

Wunderschön und immer wieder faszinierend sind die Bilder von berühmten MalerInnen in den echten Farben zu sehen. Ein Bild ist mir besonders aufgefallen und inspirierte mich, Frauen im Raum und ihren Welten zu malen. Leider kam ich noch nicht dazu, dies umzusetzen. Aber das Thema Frau und Raum ist etwas das mich sehr beschäftigt. 

Diesmal waren wir wieder in einem anderen Hotel, in der Nähe des Jardin du Luxembourg. Es hat einen goldenen Liftraum und ein sehr schönes Treppenhaus, gut um fit zu bleiben. Unser Zimmer und der gemütliche Eingangsbereich war auch sehr schön. Am Ende fragte mich die  Rezeptionistin: „Haben sie schöne Bilder gekauft?“ Ich zeigte ihr das Booklet meiner Ausstellung und sie sagte begeistert, „ein nächstes Mal können Sie die gerne für unsere Gäste auflegen, wenn sie eine Ausstellung machen.“ Das war mir gar nicht in den Sinn gekommen. 

Einzug in ein ganz besonderes Dorf

Was hat ein Dorf mit Marketing zu tun? Im Januar durfte ich auch ins Markendorf von Monika Frauendorfer einziehen. Hier zeigt uns Monika Monat für Monat, wie wir Frauen im Onlinebereich unsere Personenmarke schärfen können. Mit coolem  Ansätzen und ihrem grossem Wissen, bringt sie uns immer wieder neue interessante Inputs, hilft  Klarheit zu gewinnen und gute Fragen, für den Austausch im Markendorf. Schön auch die Vielfalt der Frauen. Ein super wertvoller Raum, den Monika mit ihrem Markendorf geschaffen hat.

Ich lernte, dass meine persönliche Marke immer im Wandel sein darf und es sich lohnt, hier dran und zu bleiben, genau so wie ich es auch bei meiner Arbeit tue.

Ja, das geht

Ich bin Malerin von Frauen Portraits und biete gleichzeitig Coaching und Wegbegleitung für Frauen an. Meine Malerei inspiriert mich sehr, auch für meine Arbeit mit Frauen und umgekehrt. Immer geht es darum was Frauen stärkt und hilft, das zu verändern, was die Frau gerade braucht und weiterbringt. Durch die Malerei tauche ich tief in die Gefühlswelt von feinfühligen und starken Frauen ein. Das beflügelt mich und gibt mir einen neuen Blick auf die Frau und ihre Bedürfnisse. Genau diese neuen Blickwinkel fliessen in die Begleitung der Frauen ein und bringen uns auf neue Ideen. Und genau dafür kommen Frauen zu mir.

Goldene Räume schaffen

Ich habe mich dieses Jahr besonders damit beschäftigt, wie ich besser vom Raum der Malerin zum Raum der Wegbegleiterin wechsle. Oder anders gesagt, wie ich mich organisieren kann, ohne die goldenen Momente des Nachspürens, der Inspiration und Ideen, des Nachdenkens und Nacharbeitens, oder auch des mich Erholens zu verlieren. Und so kam ich zu den goldenen Zwischenräumen, die ich mir eigentlich schon immer wieder genommen habe, aber nicht so bewusst und meinst mit einem schlechtem Gewissen. Jetzt sind sie zur Ressource geworden und ich trage diese goldenen Räume grosszügig in die Agenda ein. Es ist auch eine Ressource, die ich meinen Klientinnen nahe lege, weil sie so wertvoll ist. Sie hilft, dass die Seele nachkommt. Sie hilft bei sich selbst zu bleiben und nicht auszubrennen.

So mache ich gerne lange Spaziergänge, Museumsbesuche, auch Reisen und Neues, das mich weiterbringt. Zeit mit der Family oder ein gutes Gespräch mit einer Freundin. Genau diese Pausen, die ich immer wieder brauche um gut und inspiriert zu sein, in dem was ich tue. Selbstfürsorge ist sehr wichtig. Zu spüren was ich gerade brauche und es mir auch zu gönnen. In dieser Mission folge ich auch meinem Anliegen, etwas gegen die Erschöpfung der Frau zu tun, auch als Burnout Profilaxe.

Gemälde der Schweizer Künstlerin Anna Elisabeth von Erlach, Kunsthaus Bern

In diesem Sinne habe ich auch mein Beratungsangebot verfeinert und durch  Feedbacks geprüft. Es freut mich neue Erkenntnisse und Hilfreiches einfliessen zu lassen. Mein Angebot darf sich wandeln und lebendig bleiben. Dafür stehe ich. Und es wird 2025 weitergehen. Auch freue ich mich auf die Weiterbildung bei Gunther Schmidt, um noch mehr dazu zu lernen.

Jedes Bild entsteht in einer ganz besonderen Präsenz.

Unser Körper weiss was wir brauchen

Krankheiten forderten mich immer wieder auf, gut auf meine Balance zu achten.

Ich wollte eigentlich, müsste doch und sollte auch noch und in der Familie ist auch immer was los. Und dann merkte ich, dass der Husten nicht einfach so weggeht, ich bekam ein entzündetes Auge und die Schulter schmerzte auch.
Ich entschloss mich zum Arzt zu gehen, der mich krank schrieb … Was wir, besonders als Frauen, alles trotzdem doch noch machen und oft weiter am Funktionieren bleiben.
Sobald wir uns besser um uns kümmern, geht es meist wieder Bergauf.

Doch die Schulter verlangte mehr.  Die war richtig hartnäckig. Ich lernte in der Physiotherapie eine neue Haltung einzunehmen, das musste ich üben. Das dauerte länger als ein halbes Jahr. Eine neue Haltung braucht Zeit und ein konsequentes dranbleiben. Auch im übertragenen Sinn. Eine neue Haltung muss verinnerlicht  werden, damit sie funktioniert.

Treffen im schönsten Garten in Zürich

Immer wieder schön, das jährliche Treffen des Salon d’Or, eines meiner Highlights in jedem Jahr. Neues zu PSI und ZRM und der Austausch im Sommer mit den anderen PRB Coaches, meist im wundervollen Garten vom PSI- Institut Schweiz.

Garten von PSI Institut Schweiz in Zürich

Für mich ist das der schönste Garten in Zürich am IPSIS. In einem ruhigen Moment fotografiert.

Bordeaux, das kleine Paris

Erste Eindrücke von Bordeaux, das kleine Paris! Es war Juni und duftete nach Lindenblüten, wie in Berlin vor einem Jahr. Bordeaux, mit den warmen alten Häusern mit viel Charm, ist wunderschön. Die Stimmung der Stadt lädt zum Chillen ein, la vie en rose , est belle und das Essen sehr fein! Man kann durch die Stadt flanieren und irgendwo einen feinen Kaffee oder einen Tee geniessen. Wir wohnten für ein paar Tage in dem sehr schönen neu gestalteten Hotel Majestic, das mit seinem Charm an die Oper erinnert.

Und natürlich machten wir einen  Ausflug nach Saint-Emilion, der schönen und bekannten Weingegend in Bordeaux. Die historische und gut erhaltene mittelalterliche Stadt war unser erstes Ziel. Kaum sassen wir zu acht im kleinen Bus unseres Reisebegleiters, fuhren wir los und er begann zu erzählen. Zuerst viel wissenswertes über Bordeaux und danach über die sehr schöne Gegend rund um Saint-Emilion.

Ich fand es sehr amüsant wie er uns sicher mit einer gewissen Lässigkeit durch die Gegend kurvte und gleichzeitig während der ganzen Fahrt so viel Wissenswertes über die von Unesco ausgezeichnete Gegend und  den alten und schönen Orten erzählte. Wir bekamen Zeit, um den alten Kern der Stadt Saint-Emilion zu erkunden und besuchten anschliessend ein wunderschönes Weingut. Hier übernahm der junge Winzer persönlich das Erzählen. Beeindruckend berichtete er über seine Passion und sein Handwerk. Er erzählte uns wie das Klima, die Lage, das Wetter und die Pflege, sowie viel Handarbeit einen guten biologischen Wein entstehen lässt. Wir durften probieren und fühlten uns danach schon fast ein wenig wie gute Weinkenner. Ein sehr schöner und lohnenswerter Ausflug.

Es darf gefeiert werden

Anfangs Juli feierte unser Sohn mit seiner Klasse den Abschluss in Grafik mit Berufsmatura.

Eine Ausstellung im Vorfeld der Fachklasse Grafik, gab einen vertieften Eindruck des Denkens und Arbeiten dieser jungen Erwachsenen . Dies wurde anschaulich gestaltet und sinnlich präsentiert mit Designelementen wie Plakaten, Filmen und Objekte, wie beispielsweise Möbel usw.. Ich muss sagen, wenn wir das sehen, müssen wir uns wirklich keine Sorgen für eine gute Zukunft machen. Diese Zwanzigjährigen haben es wirklich drauf. Wie feinsinnig über die Themen, über die unsere Gesellschaft gerade stolpert, hier nachgedacht, das beeindruckt! 

Wir hatten eine Unterhaltung mit Tobias Klausen, dem Leiter der Fachklasse Grafik. Seine Haltung und sein Engagement für die Bildung im kreativen Bereich ist beeindruckend. Seine Türe steht von Morgens bis Abends immer offen. Wenn angehende GrafikerInnen der vier Jahrgänge persönliche oder fachlich nicht mehr weiterkommen, können sie hier gemeinsam neuen Mut und Lösungen finden.

Für mich als Malerin ist diese Ausstellung ein sehr inspirierender Ort für neue Sichtweisen und ein Hoffnungsfenster für die Zukunft 

Ich merke, es braucht in unseren Bildungssystem viel mehr dieser Menschen und solche Bildungsangebote. Von ca. 150 BewerberInnen können nur 28 eines Jahrgangs einen Platz ergattern. Und diese kommen auch von auswärts nach Luzern.
Was wäre passiert wenn 2016 dieser Bildungsort einfach weggespart worden wäre? Damals ging ein Raunen durch die Gesellschaft. Namhafte Künstler und Personen wie Emil Steinberger haben sich dagegen gewehrt. Den dieser Bildungsort hat Tradition und wurde als Zeichnungsschule 1877 gegründet,  mitten in der Altstadt, war der beliebte historische Standort bis 2022. Vor zwei Jahren zog sie in die Nähe der HSLU Design und Kunst, in die frühere Spinnerei, in die Viscosistadt. Dort werden jetzt neue Ideen im ganzen Spektrum der Grafik und Design kreiert und gesponnen. Die AbsolventInnen der Fachklasse Grafik Luzern sind beliebt bis weit über die Landesgrenzen hinaus.
Dies schreibe ich weil es so wichtig ist für gute Bildungsangebote unserer Kinder und unsere Zukunft zu sorgen.

Weggis, ein mediterraner Ort

Alle lieben diesen Ort am Vierwaldstättersee. Viele reisen aus Deutschland und aus Österreich an. Für mich ist es ein Katzensprung über den See. Ich besuchte dieses Jahr gleich zwei Weiterbildungen bei Luitgard Magner-Prenner zu wichtigen Themen fürs Frauencoaching. Es ging um Reframing und Selbstwertstärkung im Ramen der Weiterbildungstage mit PEP nach Dr. Michael Bohne. Ich habe so tolle Leute getroffen und wir haben drei Peer- Gruppen für einen spannenden Austausch gebildet.

Mit dem Schiff von Luzern nach Weggis
Übung-Session im Garten

Das glitzern der Sonne

Unsere drei Kinder sind inzwischen erwachsen, studieren und planen ihre Zukunft. Das ist Spannend und immer im Wandel. Durch Studiengang, Praktikum und Jobs ändert die Wohnsituation immer mal wieder. Das  brachte uns auf die Idee, wieder mal einiges auszumisten. Und wir brauchten Platz, um Möbelstücke für ein paar Monate unterzubringen. Das eine ergab das andere und so gab es viel mehr zu tun als wir am Anfang dachten. Ich unterschätzte den Aufwand. Bald hatte ich das Gefühl, ich kann den Sommer gar nicht richtig geniessen. Es gab so viel zu tun ohne Ende in Sicht. Ich brauchte mehr Leichtigkeit und Pausen. Ich musste unbedingt etwas ändern. Die Tools habe ich ja und ich hatte fast vergessen, das ich sie auch für mich anwenden kann.

So suchte ich mir ein passendes Ressourcenbild und gönnte mir selbst ein ZRM Coaching. So cool, wie ich wieder begann, meine Leichtigkeit zu spüren und mir Erinnerungshilfen und Ressourcen aufbaute, die mir leichte Momente zum Auftanken bescherten. Ich habe das so verknüpft, dass jeder glitzernde Sonnenstrahl, jede Lichtkette und jede Glasperle mich in eine inspirierte Leichtigkeit und zum Chillen bringen. Und als ich spontan bei einer Kollegin in einen ZRM-Sommerkurs  assistierte, habe ich noch zusätzliche Lichtmomente erlebt.
Wir können immer unsere Sichtweise ändern. Es gibt so wunderbare Tools um unsere Ressourcen zugänglich machen.

Wieder mal ins Kino

Frauen nehmen sich zu wenig Zeit, um sich selbst zu feiern

Sagte Kate Winslet am Filmfestival in Zürich und sie hat so recht.

Wir waren genau zweimal im Kino dieses Jahr. 
Die Fotografin und White Bird waren zwei wirklich beeindruckende Filme.

Die Fotografin, ein beeindruckender Film gespielt und produziert von Kate Winslet. Sie spielt das Leben von Lee Miller, wie das frühere Supermodel von Vogue zur Kriegsfotografin wurde und unglaubliches geleistet hat.
Dafür wurde Kate Winslet am Zürcher Filmfestival geehrt. Mich beeindruckte sehr wie sie das Leben von Lee Miller erforscht hat und die Rolle als Lee Miller verkörperte.

Der Film „White Bird“ von Marc Forster basiert auf dem gleichnamigen Jugendroman. Der Film handelt von einem jüdischen Mädchen, das hätte deportiert werden sollen aber von einem Schulfreund gerettet wurde, indem er Sara bei sich zu Hause versteckt hielt.

Im September ging es nach Kopenhagen

Unsere Tochter Sarah war bereits drei Wochen in Kopenhagen, als wir sie besuchten. Sie absolvierte hier für ihren Studiengang ein Auslandsemester. Sie kam, wie es dort üblich ist, mit dem Velo zu unserem Hotel.  Sie hatte einen Tisch für uns im Restaurant Union Kitchen reserviert. Wir schlenderten in der schönen Abendstimmung am schönen Nyhavn entlang und durch eine Seitenstrasse zum Restaurant.

Es war sehr lecker, die verschiedenen vegetarischen Spezialitäten von Union Kitchen zu probieren, die man dort zusammen bestellt und teilt. Und schon wusste ich genau, hier möchte ich gerne mit meiner Family meinen runden Geburtstag im Dezember feiern.

Ich erinnerte mich an ein paar Eindrücke meiner Reise vor 31 Jahren durch Dänemark und ein paar Tagen in Kopenhagen. Ganz besonders an die schönen Stimmungsbilder dieses Ortes. Diese schöne Stimmung traf ich wieder an. Mich beeindruckt es immer wieder sehr, nicht nur als Malerin, wie jeder Ort dieser Welt ein anderes Licht hat und eine ganz besondere Stimmung ausstrahlt.

Mit einer super coolen Bootstour am nächsten Tag, sammelten wir neue erste Eindrücke. Diese Stadt bietet so viel, ob am Wasser, im grünen Park wo es sogar Paradiesäpfel gibt, dem gelungenen Mix von alten und neuen Häusern, dem nordischen Wohndesign, der schönen Abendstimmung am Wasser oder einfach das relaxte Frühstücken im Café der Bäckerei HART, die laut VOGUE zu den besten der Welt gehört.

Frühstück in der HART Bäckerei

Die Menschen scheinen sich hier wirklich wohl und relaxed zu fühlen, das sieht und spürt man überall. Ob, wegen dem Feiern des „end of Summer“ im September, oder ob es zum Lifestyle gehört, ich habe so viele Leute mit Blumensträussen im Arm gesehen, wie noch nie in einer Stadt. Die Zeit mit unserer Tochter war wundervoll! Sie fühlt sich sehr wohl in Kopenhagen, mit coolen Leuten dem Studium und dem „Way of Life“.

Bald hiess es wieder Abschied zu nehmen und sie fuhr mit dem Fahrrad davon. Inspiriert mit neuen Eindrücken des Leben in dieser Stadt, der Farben und Stimmungen, reisten wir nach Hause. Ich bekam Ideen, nicht nur fürs Malen. Wir freuten uns darauf, im Dezember wieder zu kommen.

Trauriges

Das traurigste in diesem Jahr ist sicher, dass drei uns nahestehende Personen gestorben sind. Der Tod gehört zum Leben und zeigt uns immer wieder, wie wichtig es ist, sein Leben so zu leben, wie wir es uns wirklich wünschen.

Der eine Onkel starb Mitte Januar. Die Beerdigung war kurz bevor ich nach Paris ging. Er wurde 93 und der Satz ist mir geblieben „er ist sich immer treu geblieben!“
Ende Juni starb meine Schwiegermutter. Sie hatte Krebs und als es für sie klar wurde, dass sie keine weiteren Operationen mehr will, hatten wir noch ca. drei Monate bis sie starb.
Und jetzt kürzlich ist meinen Lieblingsonkel gestorben. Er wäre bald 90 geworden. Gut dass wir uns regelmässig sahen und telefonierten. Eines Tages hat er am Telefon so geredet, dass ich dachte, dass etwas nicht stimmt. Leider ging es danach ganz schnell und er starb im Spital. 

Wir erlebten drei sehr schöne persönliche Abschiede von drei Menschen, drei Persönlichkeiten, alle lebten ziemlich selbstbestimmt bis sie gegangen sind. Und was mich sehr freut, dass alle sich selbst treu geblieben sind. 

Und es gibt wirklich sehr viel zu tun, wenn jemand stirbt. Wir sind immer noch dran. Ich habe meine fertigen Bilder stehen lassen und bringe sie im Januar der Kundin. Ich musste auch geplante Coaching verschieben.

Die beste Entscheidung in diesem Jahr

Wie cool war die Idee meinen Geburtstag mit der Family in Kopenhagen zu feiern. Und wir reisten erst an Weihnachten wieder zurück. Das hat der ganzen Family gut getan. Unsere Ferienwohnung lag mitten im Herzen von Kopenhagen, ganz nahe des berühmten Storchenbrunnen. Eine Wohnung für unsere Family unter dem Dach in einem historischen Haus. Das war echt cool und schön… und auch sportlich, ohne Lift. 

Die Sonne hat uns geweckt.

Es tat gut nach einer sehr strengen Zeit hier ein paar Tage für uns zu haben. An meinem Geburtstag schien die Sonne den ganzen Tag und hat uns kurz nach 15 Uhr einen sehr schönen Sonnenuntergang beschert.

20. Dezember um 15:01 – Sonnenuntergang in Kopenhagen
Im Union Kitchen

Am Abend haben wir sehr gut im Union Kitchen gegessen. 

Am Tag darauf wurde ich von meiner Family mit dem sehr coolen Musical BILLY ELIOT in der Königlichen Oper überrascht!
Die Story ging um den Jungen Billy der seinen Weg suchte und ging, trotz Wiederständen und Zweiflern um ihn herum. Aber mit einer so kraftvollen Unterstützerin, der Ballettlehrerin, die sein Talent sah und sich vehement für den Jungen stark machte, weil sie an ihn glaubte! Was für eine beeindruckende Geschichte.
Es hat uns sehr gefallen in Kopenhagen, auch die Lichter mit der schönen vorweihnachtlichen Stimmung war superschön! Unsere Tochter fand es auch sehr cool mit uns gemeinsam noch ein paar Tage nach ihrem Auslandstudium in Kopenhagen zu verbringen.

Beeindruckende Blumenkunst, Tage Andersen

Resümee zum Jahr 2024 und Ausblick

Frauen nehmen sich zu wenig Zeit, um sich zu feiern

Kate Winslet

Dieser Satz sass! Das nehme ich mir nun zu Herzen. Manchmal sind wir viel zu angespannt und können unsere Erfolge gar nicht so richtig geniessen. Wir würdigen zwar, was wir geschafft haben, aber vergessen dann dies zu feiern. Das habe ich auch bei meiner Ausstellung in Paris ein bisschen so erlebt. Manchmal hat es mich ein wenig gestresst, so exponiert zu sein. Oft müssen wir erst mal in die Rolle hineinwachsen, weil alles neu ist. Ich lerne es lockerer zu nehmen und freue mich. Im Herzen hat es mich sehr berührt, auch die vielen schönen Rückmeldungen zu meiner Malerei. Eine Kundin sagte zum Beispiel zu mir: „Wissen sie, diese Bilder machen etwas mit einem“.  Das freut mich, wenn meine Bilder berühren.

Wichtig waren auch die goldenen Räume, die ich mir schaffte und nahm, die Reisen und die Zeit mit meiner Family, gerade am Ende des Jahres. Auch um immer wieder Kraft zu schöpfen, wenn es so viel zu tun gibt, wenn jemand stirbt.

I go with the flow und Eins nach dem Andern und am Ende kam immer alles gut. Ich lernte mir Momente der Auszeiten zu gönnen um kraftvoll weiter zu gehen. Danach konnten wieder richtig gute Sachen entstehen. Wichtig ist auch daran zu denken, dass wir Frauen uns viel mehr feiern.

Ich freue mich auf neue Begegnungen und gute Gespräche im neuen Jahr.

Ich freue mich auf die Frauen, die ich begleiten darf und auf die Standortbestimmungen, die gerade anfangs Jahr sehr gefragt sind und gut passen.

Und ich freue mich auf das eintauchen in die Malerei. Den Besuch bei meiner Kundin, den ich auf Januar verschieben musste.

Und auf die Weiterbildung bei Gunther Schmid im nächsten Jahr. 

Danke

Vielen Dank liebe Judith für die Begleitung für einen gelungenen Jahresrückblog 2024.

Herzlichst
Gertrud


Kommentare

4 Kommentare zu „Jahresrückblick 2024: I go with the flow“

  1. Liebe Gertrud,

    WOW! Ein sehr schöner Jahresrückblick mit ganz vielen Erfolgen, die du echt feiern darfst!

    Und du hast es ja selbst gemerkt: Sobald wir uns besser um uns selbst kümmern, geht es wieder Bergauf.

    Ich wünsche dir ein wunderbares, erfolgreiches und grandioses Jahr 2025.

    Alles Liebe

    Brigitte

    1. Avatar von Gertrud Fässler
      Gertrud Fässler

      Liebe Brigitte
      Ich danke dir für deine Worte. Für uns selbst gut zu sorgen ist ja so wichtig. Und ich merkte, weggehen, sogar vor Weihnachten, kann so gut tun, wenn es sich stimmig anfühlt. Du setzt dich ja auch für Frauen ein, dass sie die Selbstfürsorge in ihr Herzensbusines miteinbeziehen.

      Ich wünsche auch dir ein Jahr voller Freude und Inspiration.

      Herzlichst ♥️
      Gertrud

  2. Liebe Gertrud
    Ich habe Deinen Jahresrückblick vorallem wegen der bezaubernden Bildern angeschaut – kurz überflogen (geb ich zu) und nach 3 Sekunden festgestellt, dass wir schon 7 Gemeinsamkeiten haben:
    – Wir sind Schweizerinnen (…oder?)
    – ein Elternteil (bei mir der Vater) war am 11. Januar geboren
    – Du und ich sind beide Künstler
    – ich habe dieses Jahr von einem lieben Menschen ein wundertolles Foto aus dem Musée d’Orsay erhalten per Handy. Bisher wusste ich nicht, dass es dort so wunderschöne Skulpturen gibt.
    – Ich war schon mehrere male in Weggis, um an Kreativworkshops teilzunehmen
    – Hab mal in Luzern, der Leuchtenstadt, gewohnt
    – ich möchte unbedingt 2025 nach Kopenhagen reisen!
    Schade, dass ich auf Deiner Website nicht lesen kann, wo Du wohnst oder arbeitest….
    Ganz liebe, kreative Grüsse
    Beatrice
    PS. Werde gleich auch noch meinen Jahresrückblick veröffentlichen auf Judith Peter’s Seite!

    1. Liebe Beatrice
      Wow, ich danke dir, und ich freue mich jetzt schon darauf deinen Rückblick zu lesen. Ja ich bin Schweizerin und Luzernerin, und ich wohne in der Nähe von Luzern. Der Geburtstag meiner Mutter ist der 11. Januar. Ich habe deine wunderschöne Kunst auf deiner Seite gesehen, sie ist wirklich beseelt ! Wohnst du jetzt auch in der Schweiz? Ich habe erst eine Ausstellung Homepage und den Blog. gertrudfaessler.art , weiter bin ich auf Facebook, mehr wird noch folgen. Kopenhagen ist sehr schön, ich kann es dir sehr empfehlen.

      Ich wünsche dir alles Gute fürs neue Jahr voller Freude und Inspiration.

      Herzlichst ♥️
      Gertrud

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