
Meine Coaching und Wegbegleitung für Frauen die mitten im Leben stehen und sich eine Veränderung wünschen, geht nun ganz gut Hand in Hand mit meiner Frauen Portraits Malerei. Beides gehört zu mir. Dazwischen schaue ich auf Räume für wertvolle Gedanken, Ideen und zum Auftanken. Das hilft mir gut mit meiner Energie umzugehen und meine kreative Freiheit zu wahren.
Mein Zurückschauen auf das Jahr 2025 zeigt mir wie wichtig es ist, unser Leben so mit dem roten Faden zu verweben, dass wir unsere Gestaltungskraft behalten. Damit meine ich, neben dem was alles auch noch kommt, gut auf die eigenen Kraftquellen zu achten und auf das was uns wichtig ist. Das ist gerade für uns Frauen so wichtig, damit wir nicht ausbrennen.
Bei mir kam es auch anders, weil ich viel mit dem Nachlass meines verstorbenen Onkels zu tun hatte. Das war manchmal ganz abenteuerlich und ist immer noch nicht ganz zu Ende. Das heisst Pausen waren enorm wichtig für mich um einen langen Atem zu haben. Zum Glück hatte ich immer wieder Menschen die mich unterstützten und mir weitergeholfen haben. Ich habe in diesem Zusammenhang sogar neue Stärken entdeckt. Das schöne ist, dass meine Ursprungsfamilie mehr zusammengewachsen ist. So durfte unsere Familiengeschichte der Vergangenheit auch ein Stück Heilung erfahren.
Gleichzeitig lernte und vertiefte ich in der Weiterbildung von Gunther Schmidt in Lenzburg so vieles, in den 5 Modulen, die von Februar bis November dauerten. Es war spannend und das Beste, was ich für mich und meine Arbeit tun konnte. Und so schön, die neuen Freundschaften die daraus entstanden sind.
Mir Zeit zu nehmen für gute Gespräche, Inspiration und Kunst, Reisen, Freundschaften und die Familie, war mir wichtig.
Der wertvolle Austausch mit meinen Buddies, das Üben und die Reflexion taten besonders gut und brachten mich persönlich weiter.
Ich war viel mit meinem Mann unterwegs, nach Zürich , nach Paris , Wandern und auf den Spuren eines Künstlers und der Sonne die über dem Nebel auf uns wartete.
Und schliesslich gab es gute Gründe um Feste zu feiern. Und ich wurde Grosstante.
Mein Jahresrückblick 2025
Auch wenn ich es mir anders wünschte
Eigentlich wollte ich den Januar ganz ruhig angehen. Doch ich wusste schon von Anfang an, dass es hektisch werden wird. Es gab einfach zu viel zu erledigen, weil mein Onkel gestorben war. Der Onkel, zu dem ich einen besonders guten Kontakt gepflegt hatte. Wir trafen uns regelmässig, oft zusammen mit meiner Schwester zum Mittagessen in Luzern. Und wenn etwas passierte, wie als er vor zwei Jahren im Tram in Zürich stürzte, kümmerte ich mich um ihn. So fuhr ich auch Ende November 2024 nach Zürich, als ich am Telefon merkte, etwas stimmte nicht. Gut dass mein Sohn mitkam und danach mein Mann. Leider verstarb er zwei Tage darauf.
Zürich
Das Jahr begann mit vielen Fahrten von Luzern nach Zürich, um die Wohnung meines Onkels aufzulösen. Es war anstrengend aber auch interessant zugleich. Spannend ein bisschen mehr über ihn zu erfahren, der in einer kleinen Wohnung viel bescheidener lebte, als wir es gedacht hatten. Ich fand Fotos von seinen Reisen in die weite Welt, von denen er uns viel erzählt hatte. Ich fand Fotos von seinen ersten Jahren als Bankangestellter in Zürich Anfangs der 60er Jahre und seiner Arbeit mit den ersten Computern. Es gab Vocabularhefte in Englisch und Französisch und Spuren von seinem Aufenthalt in Neuchâtel. Auch fand ich eine Liste von Kontakten mit dem Turnverein, daraus ergaben sich für mich interessante Gespräche. Auch sein Vermieter erzählte sehr wertschätzend von ihm. Er war einfach ein feiner Mensch. Diese Gespräche empfand ich als bereichernd. Sie haben mir sehr gut getan. Das machte einiges wett, besonders wenn anderes stockte. Wenn ich z. B. die Post, die im Briefkasten der Wohnung in Zürich überquoll, erst nach ein paar Wochen umleiten konnte.
Alles in einer Woche
So hatte ich wohl Mitte Januar eine der intensivsten Woche dieses Jahres erlebt. Zwischen Wohnungsabgabe der Wohnung meines Onkels in Zürich und dem Einzug meiner Tochter in eine schöne Altbauwohnung, kam Besuch aus New York. Schon ein bisschen viel, aber irgendwie auch aufregend.

Ausgerechnet an diesem Freitag Abend waren wir weg. Beim Nachhause kommen war etwas anders als sonst. Es war so um 20 Uhr, da stand das Auto eines Nachbarn an einem ungewohnten Ort. Ein paar Meter weiter sahen wir bei unserer Nachbarin ein Polizeiauto stehen. Sonst nichts, es war ganz ruhig und stockdunkel. Mein Mann, mein Sohn und ich fragten uns, ob ein Polizist eventuell bei der Nachbarsfamilie einen privaten Besuch abstatte und ob die Polizei denn das überhaupt dürfe oder nicht. Unterdessen waren wir bei uns im Haus. Mein Mann musste nochmals raus und er sagte danach, das Polizeiauto stehe jetzt an einem anderen Ort und er hat einen Polizist mit einer Taschenlampe gesehen, der die Gegend absuche. Als ich in unser oberes Stockwerk ging, sah ich vom Fenster aus, dass im Wohnzimmer beim Nachbarn im gegenüberliegenden Haus ein sehr grelles Licht leuchtete und ein Polizist den Boden vermutlich auf Spuren absuchte. Es wurde da wohl eingebrochen. Das gab uns schon ein mulmiges Gefühl. Wie suchen sich Einbrecher wohl aus, wo sie einbrechen wollen? Klar, bei uns waren in letzter Zeit gegen Abend immer zwei bis drei Personen zuhause. Nur an diesem Abend waren wir alle weg. Freitags schauen wir manchmal einen Krimi wie Soko Leipzig. Diesmal fand unser Freitagskrimi ganz in echt statt.
Das Licht im Winter
Es war für mich und meinen Mann ein strenger Jahresanfang. Spaziergänge taten jetzt besonders gut. Das Sonnenlicht des Winters zeigte sich in einem schönen leuchtendem Weiss. Diese Stimmung mit diesem gedämpften hellen Licht empfand ich als besonders schön. Ist es die Schulung des Sehens als Malerin? Oder vermischten sich die Emotionen mit der Trauer? Ich liebe Spaziergänge. Sie sind gerade wenn das Licht sich so besonders zeigt sehr inspirierend.
Zum Malen selbst kam ich in dieser hektischen Zeit nicht. Den Termin für zwei Bildverkäufe musste ich auf Mitte Februar verschieben.

Friedas Fall
Mal ins Kino gehen tat jetzt auch gut, um ein bisschen Abstand zu kriegen. Der Film Friedas Fall hat mich sehr beeindruckt. Ein dramatischer Film. Friedas Fall drehte sich um eine Frau die 1904 aus Verzweiflung ihren 4 Jährigen Sohn umbrachte und deshalb mit Todesstrafe rechnen musste. Es war ein Film nach wahren Gegebenheit unserer Schweizer Geschichte. Es ging auch darum, die Todesstrafe abzuschaffen. Die wurde schliesslich abgeschafft weil das Volk aufstand und grossen Druck auf die damals von Männern dominierten Politik ausübten. Ein fortschrittlicher Anwalt aus Deutschland hatte sich für Frida stark eingesetzt und das Volk überzeugt. Frida hatte das Kind wegen einer Vergewaltigung und bekam keinerlei Unterstützung. Alle Schuld wurde auf ihr ausgetragen. Sie hatte das Kind nur aus Verzweiflung und grosser Not umgebracht. Sie entkam zwar der Todesstrafe, aber der Film ging trotzdem nicht mit einem guten Ende aus. Diesen Film kann ich sehr empfehlen.
Danach dachte ich an meinen Grossvater, er war auch zu dieser Zeit ein unehelich geborenes Kind. Gott sei Dank wurde er in die zukünftige Familie seiner Mutter mit der Heirat aufgenommen. Er trug den ledigen Name der Mutter und hiess deshalb anders als sie nach der Heirat und seine Halbgeschwister.
Die Erfolgskraft hypnosystemischer Beratung
Ohne meine Kollegin aus Deutschland hätte ich wohl gar nicht von dieser spannenden Weiterbildung von Gunther Schmidt in der Schweiz in Lenzburg am Wilob erfahren.
Die Weiterbildung Die Erfolgskraft hypnosystemischer Therapie und Beratung startete anfangs Februar und dauerte bis Ende November, in 5 Modulen. Wir waren eine sehr coole Gruppe von 22 Frauen. Neue Freundschaften entstanden und ich nahm ganz viel für mich und meine Beratungsarbeit mit. „Where Focus goes Energy flows“ ist eine wichtige Aussage, die es bei einem Veränderungswunsch zu beachten gibt. Also worauf wollen wir den Fokus setzen? Alles hat seinen Preis und manchmal ist die zweitbeste Lösung das Beste, was einem passieren kann. Immer am Boden bleiben und trotzdem Träumen können. Nicht mit Versprechungen trumpfen und immer auf Augenhöhe. Das entspricht mir sehr und begeisterte mich schon seit langem an Gunther Schmidts Haltung und seinem Ansatz. Das Gegenüber ernst zu nehmen, damit es selbst Ressourcen aktivieren kann, die hilfreich sind, um genau da anzusetzen, wo es jetzt nötig ist. Das Unbewusste mit ins Boot holen und ein Bewusstsein für unwillkürliche Prozesse schaffen. Weitere Konzepte um mit Embodiment, inneren Bildern, Metapher und inneren Anteilen zu arbeiten. Das und noch viel mehr haben wir vertieft gelernt und es in kleinen Gruppen geübt und praktisch umgesetzt. Es hat Spass gemacht und ich nehme sehr viel mit.


Strahlender Sonnenschein, Fasnacht und eine Überraschung

Es war Ende Februar und Luzerner Fasnacht. So erstaunt wie an diesem wunderschönen Tag der Luzerner Fasnacht, war ich selten. Als ich mit meinem Mann nach Hause kam, wartete eine Überraschung auf mich. Das ist mir so noch nie passiert. Ein riesiger Blumenstrauss, stand vor unserer Haustür. Von meinem Mann konnte er nicht sein, wir waren ja zusammen unterwegs. Es war ein Blumenstrauss von einer Kundin aus Deutschland meines Online Coaching. Das war eine Überraschung. Ich habe mich riesig gefreut. So schön von ihr, auf diese Art Danke zu sagen.
Die Kundin hat kürzlich zu mir gesagt: „Du bist wie eine Hebamme. Du schaffst die Bedingungen das es möglich wird die Veränderung selbst herbeizuführen und das sehr nachhaltig.“

Mein Beratungsangebot verfeinert sich
Mein Beratungsangebot verfeinerte sich nochmals. Der hypnosystemische Ansatz von Gunther Schmidt gibt mir da ganz neue Ideen an die Hand, wie wir mit unseren inneren Vorstellungskraft unsere Geschichten anders erzählen können. Nämlich so, dass sie unseren Wünschen und Zielen dienen und wir den Fokus anders setzen können. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten und Räume wie wir mit Fragen, die wir uns in der Lebensmitte stellen und mit Anliegen und Veränderungswünschen umgehen können. Diese neuen Ansätze passen sehr gut zu meiner Art und Weise wie ich Frauen begleite und lassen sich sehr gut mit dem Persönlichkeits- und ressourcenorientieten Beratungsmodell PRB® und weiteren Tools kombinieren.
Auf meinen Beratungsansatz schaute ich anfangs Jahr auch nochmals mit Monika, die Markenfrau. 2026 möchte ich mir nun dafür den Raum nehmen dies auf einer Webseite sichtbar zu machen.
Malen und der schöpferische Prozess
Neben meiner Beratungsarbeit war ich auch mit Bildideen und dem Malen und Zeichnen beschäftigt. Frauen von Heute der Vergangenheit und der Zukunft interessieren mich. Ob in Kunst, in Biografien, in Filmen, auf Fotos oder durch flüchtige Beobachtungen. Hier finde ich meine Inspiration für meine Malerei und das Nachdenken für eine bessere Zukunft. Stimmungen die ich erlebe, Orte die mich beeindrucken, Worte die mich faszinieren vermischen sich beim Nachdenken mit diesen Eindrücken. Meine Frauenportraits entstehen immer dann, wenn der Raum sich mit einer neuen Bildidee öffnet. Dann fang ich an und kann mich ganz auf den Malprozess einlassen. Manchmal bleibt das Bild auch eine Weile stehen und ich mache etwas anderes. Danach begegne ich dem Bild mit einem neuen Blick. Ich weiss, es gibt KünstlerInnen, die ihre Wunden mit Kunst verarbeiten und vielleicht heilen können, das ist gut so. So ist es bei mir nicht. Natürlich fliessen Teile meines Wesen in meine Arbeit ein. Ich merke einfach, ich starte meist mit Neugier auf die Frau, die sich da zeigen will und begegne dem mit Offenheit. So genau weiss ich nicht wie das Bild am Ende sein wird. Ich starte eher mit einer Ahnung und einer Idee, die sich im Malprozess aber meist noch wandelt. Das ist das spannende daran, wenn sich die Frau beginnt zu zeigen, die da entstehen will. Ich halte viel davon, ob in meiner Beratungsarbeit oder in der Malerei, was ich tue, es in einer guten Stimmung zu tun. Wenn das nicht so ist, brauche ich eine Pause, ein Spaziergang oder ein gutes Gespräch.




Morning Pages
Ich begann regelmässig Morning Pages zu schreiben. Morning Pages ist eine Form des Journaling und geht auf Julia Cameron zurück. Mein Plan, jeden Morgen 3 Seiten in ein mittelgrosses Heft zu schreiben und dies fünf mal die Woche möglichst morgens . Bis dahin hatte ich das noch nie so konsequent durchgezogen. Beim Morning Pages schreiben geht es darum, genau das aufzuschreiben was mich beschäftigt und was mir im Kopf rum tanzt. Dieses regelmässige Schreiben hat den Sinn, die Gedanken im Kopf zu sortieren, klarer mit seinen aktuellen Themen zu werden und Raum für kreative Gedanken zu schaffen. Inzwischen bin ich schon am 5. Heft. Das geniale daran ist, der Geist wird wirklich ruhig, sortiert und frei. Manchmal entstehen Texte die mir richtig gut gefallen, die ich markiere, um sie wieder zu finden. Ich habe angefangen fast immer die gleiche Musik Playlist zu hören. Und ich merkte, wenn ich unterwegs bin und diese Playlist höre, dass sich ein Raum öffnet mit neuen Ideen und guten Gedanken.
Pausen um in der Balance zu bleiben
Wir hatten noch keine Ferien in diesem Jahr und ich merkte, dass ich mehr Pausen brauchte. Deshalb hatte ich alle noch freien Termine bis zu den Ferien Ende Mai geblockt. Ich merkte, das Regeln des Nachlasses von meinem verstorbenen Onkel brauchte einen langen Atem. Sogar in Paris hatte ich noch Telefongespräche mit der Bank. Vieles konnte erst im Mai richtig in die Wege geleitet werden. Und dies obwohl ich immer dran blieb. Die Pausen waren eine gute Entscheidung, denn alles brauchte viel Energie. Und ich wollte nicht müde nach Paris fahren.
Paris

Ende Mai ging es wieder nach Paris. Genau so habe ich es mir vorgestellt. Durch die Gärten und Parks zu spazieren und Neues zu entdecken. Ein Frühstück mit einem Asai Bowl oder etwas anderes, feines im Wild and the Moon. Das Restaurant befand sich direkt bei unserem kleinen schönen Boutique Hotel Monsieur Helder, in der Nähe der Oper.



Chillen im Jardin du Luxembourg. Die Frühlingssonne lockte die Menschen hinaus in die schönen Parkanlagen, wo die Gärtner die Beete neu mit Blumen bepflanzten. Dazwischen ein kühler Windstoss bei strahlendem Sonnenschein.



Wir spazierten durch die Strassen mit den vielen kleinen Läden und Galerien. Wir schauten kurz beim JAGVI. Rive Gauche rein, der kleinen Herren Modeboutique, wo ich vor zwei Jahren meine Frauen Portraits in Paris ausstellen durfte. Vom Quartier Saint Germain ging es weiter entlang der Seine, bei Buchständen „Bouquinistes“ vorbei über die Brücke Pont Neuf zum Louvre.

Der Torbogen beim Louvre strahlt nun in voller Pracht mit den golden Wagen. Im Februar 2024, beim letzten Besuch, war er wegen der Renovation abgedeckt. Da wurde Paris ja herausgeputzt für die anstehende Olympiade im Sommer. Wir sind schon kilometerweise gelaufen. Neben einem schönen Blumenladen entdeckten wir ein kleines Café OH MON CAKE, mit feinen frischgebackenen Kuchen mit Streusel und Himbeeren. Dazu war eine warme Schokolade genau das Richtige.




Wir besuchten den LOUVRE wo es auch noch die Ausstellung LOUVRE COUTURE gab. Am Abend genossen wir die schöne Stimmung beim Eiffelturm, wo eine Gruppe von ukrainischen Menschen für den Frieden sang. Das war sehr bewegend.


Dieses Jahr besuchten wir das Schloss Versailles mit dem prachtvollen Garten. Und ich war in einem Buchladen mit einigen Bücher berühmter Frauen und Künstlerinnen. Mit schönen Bilder der Erinnerung fuhren wir nach Hause.
Im schönsten Garten in Zürich
Für mich ist es einfach der schönste Garten in Zürich, wo wir uns im PSI Institut Schweiz IPSIS®, bei Nicolle Bruggmann im Sommer zum Salon d’Or trafen, das Treffen für zertifizierte PRB® Coaches . Es ist einfach ein wunderschöner Anlass, um sich auszutauschen und Neuigkeiten zu erfahren.

Seit diesem Jahr nahm ich auch am Online PSI-Café teil, das Giovanna Eilers organisiert. Ein Treffen, wo wir gemeinsam ein bestimmtes Thema durch die PSI-Brille anzuschauen.
PEP®-Peers und Buddies
Dieses Jahr ging es nicht nach Weggis zu einer PEP® Weiterbildung. Dort bietet Michael Bohne jedes Jahr zu seinem Konzept spannende Weiterbildungen an. Jedoch besuchte mich eine Kollegin aus Österreich diesen Sommer in Luzern, an einem freien Tag zwischen zwei Kursen. Das war sehr schön sie wieder persönlich zu treffen. Eine weitere Kollegin aus Deutschland kommt ab und zu nach Zürich. Da freue ich mich auch immer sehr sie zu sehen. Auch Online traf ich mich regelmässig mit einzelnen Buddies und Peergruppen. Diese Treffen ergeben immer wieder einen spannenden Austausch, die uns persönlich weiter bringen. Dieses Jahr haben wir auch über Auftrittsangst gesprochen. Michael hat da einen interessante Ansatz. Ich habe dieses Thema auch für mich angeschaut und bin damit ein Stück weitergekommen.
Es ist immer gut einen Plan B zu haben
Der Aussenblick der andern hat mir in Gruppenübungen der Weiterbildung persönlich sehr weitergeholfen. So habe ich mir unter anderem ein starkes Kraftbild für mich entwickelt. Und ich habe mir einen wilden frechen Duft gekauft. Weiter ging es dann mit einem coolen Plan B, der mir sehr gefällt. Manchmal, wenn ich am Bahnhof Zürich stehe würde es mich schon reizen in den nächsten Zug nach Paris einzusteigen. Das hat mir die Idee gegeben für einen sehr coolen Plan B. Schon der Gedanke daran hilft zu wissen immer eine Option zu haben. So kann ich, wenn mal gar nichts gehen würde, mir einfach ein Ticket kaufen um mit dem nächsten Zug nach Paris zu reisen.





Ein Anlass zum Feiern
Im September waren nicht nur Ferien angesagt. Wir durften auch den Master Abschluss in Wirtschaftswissenschaften unserer ältesten Tochter an der Uni Luzern feiern. Wir freuen uns natürlich sehr mit ihr. Wir feierten erst auf der Terrasse im KKL und gingen danach gemeinsam sehr fein essen.

Auf den Spuren von Cézanne
Den Sommer zu verlängern war das Ziel dieser Reise im September. Die warmen Farben und die historischen Gebäuden gefielen uns sehr.

Wir wussten nicht, dass gerade im Jahr 2025 die Stadt Aix-en-Provence das Werk von Cézanne besonders ehrt.
Der berühmte Maler Cézanne wurde hier geboren und hatte viele Jahre seines Lebens hier verbracht. Für mich sind seine Werke besonders interessant weil mein Lehrer und Mentor Medard oft von Cézannes besonderen Farbenlehre erzählte. Ich habe schon einige seiner Werke gesehen, aber noch nie in dieser Vielfalt.

Wir kamen am Abend via Marseille in Aix-en-Provence an. Als erstes machten wir einen Spaziergang durch die schönen Gassen mit den vielen kleinen Läden und bunten Restaurants mit einer vielseitigen Esskultur.






Es waren viele Leute auf den schönen Plätzen versammelt, auch viele junge Leute waren hier. Wir erfuhren später, dass es hier viele Jus Studenten gab, weil das die zweitgrösste Universität Frankreichs in Rechtswissenschaften neben Paris ist. Unser Hotel wurde im August mit neu renovierten Zimmern wieder eröffnet. Es befindet sich direkt im Zentrum in Sichtweite des berühmten Brunnen von Aix-en-Provence. Das Frühstück war super und die Leute sehr nett. Das Hotel ist schön gemütlich, mit einer beeindruckenden Bar, voll mit farbigen Flaschen.
Auf einer Stadtrundfahrt erfuhren wir einiges über den Maler Cézanne. Wir fuhren zum Aussichtspunkt, von wo er seine berühmten Bilder vom Berg La Montagne Sainte-Victoire in vielfachen Ausführungen immer wieder malte.


Wir besuchten die grosse Ausstellung von Cézannes Werken im Museum der Stadt.
Es war sehr beeindruckend auch sein Haus, das Landgut Jas de Bouffan zu besuchen, das erst seit kurzem für die Öffentlichkeit wieder zugängliche ist. Es war sehr interessant was die junge Frau uns alles über ihn, sein Leben und sein Haus erzählte. Ein sehr schöner Ort mit idyllischem Garten.




Wir genossen besonders auch den Ausflug in die Provence, der uns an den wunderschönen, in einer Felsenlandschaft liegenden historischen Ort Les Baux-de-Provence und zum Pont du Gard, einem alten römischen Aquädukt führte. Wir waren eine Gruppe von acht Leuten, vor allem aus Amerika.

Es hat Spass gemacht, unser Guide war ein Journalist der spannendes erzählte und uns aufforderte einander auch etwas aus unserem Leben zu erzählen. Das war interessant und gab eine schöne coole Reisestimmung.
Im Herbst die Sonne suchen gehen
Im Herbst, wenn es draussen kalt und ungemütlich wird, finde ich es schön eine Kerzen anzuzünden und mir einen warmen Tee mit Zimtgeschmack zuzubereiten. Oder in die Höhe zu gehen, um uns auf die Suche nach der Sonne zu machen. Die Sonne ist ja immer da, wir sehen sie nur manchmal nicht. So tat es gut sie oberhalb der Nebelgrenze zu entdecken.


Der Nachlass und ein Familientreffen
Ich hatte die Hoffnung mit der Nachlassregelung meines Onkels bis Mai schon mal auf einem guten Stand zu sein. Jedoch ging es im Mai erst richtig los, um nächste Schritte einleiten zu können. Sogar auf der Zugfahrt und in Paris hatte ich Telefongespräche mit der Bank. So ein Nachlass folgt seinen eigenen Regeln. Gesetze scheinen sich gegenseitig im Wege zu stehen. Doch immer zeigte sich wieder eine Lösung und es ging dann doch weiter. Besonders erstaunt war ich, dass im Kanton Zürich so viel anders läuft als in Luzern. Ich kam mir manchmal vor wie im Ausland, obwohl ja Zürich und Luzern mit dem Zug nur 40 Minuten auseinander liegen. Anders heisst nicht schlechter, es heisst nur staunen und weitergehen. Manchmal nahm der ganze bürokratische Aufwand Formen an, dass kaum Zeit blieb zum Trauern. Ich lernte viel, besonders auch über mich selbst. Ich schaffte es , dass die Familie näher zusammenrückte und wir am selben Strang ziehen. Besonders schätzte ich die guten Gespräche mit der ganzen Familie. Bei Fragen durfte ich mich immer an unseren noch einzigen Onkel wenden, das half mir sehr. Und doch war er froh, wenn ich das übernehme. Es lösten sich Knöpfe, wo früher traurige Geschichten geschrieben wurden, die noch auf uns Nachkommen lasteten. Das wollte ich ändern. Das wollten wir alle ändern. Heilung dieser Geschichten kann geschehen, wenn Menschen nicht mehr ausgeschlossen sind. Wir haben eine sehr coole Familie. Ich spüre grosses Vertrauen , aber auch Ängste tauchten auf. Am meisten half mir zuversichtlich zu bleiben, vollkommene Transparenz, ein guten Kontakt zu allen und auch der berechtigten Angst einzelnen Personen einen Platz zu geben. Ich schätze auch sehr die Menschen der Bank und in den Behörden, die mir weiterhelfen. Es ist noch nicht ganz abgeschlossen, aber doch auf dem Weg dazu. Schön war auch unser Treffen mit der ganzen Familie im Herbst.
Eine kleine Auszeit mit einer Freundin am Quai Luzern


Ein Fest und ein kleines Mädchen
Und noch ein Fest, ein Hochzeitsfest Anfangs Herbst, unseres Neffen und seiner Frau. Eine sehr berührende Feier. Wir lernten die ganze Familie der Braut kennen. Nun gab es Anfangs Dezember Nachwuchs. Ich bin jetzt Grosstante geworden, was mich sehr freut, von einem wundervollen Mädchen.

Catwalk im Vitra Museum
…zeigte die Story der Modeschau.
Wenn auf der Wiese überall Stühle rumstehen, dann muss das Vitra Museum ganz nahe sein. Und so war es auch. Ich liebe es, an meinem Geburtstag an einen schönen Ort zu gehen. Im Podcast „This is Basel hörte ich von dieser Ausstellung CATWALK THE ART OF THE FASHION SHOW. So beschlossen wir an meinem Geburtstag nach Weil am Rein zu fahren, um diese Ausstellung zu sehen.



Modeschauen sind nicht so oberflächlich gemeint, wie oft darüber geurteilt wird. Gerade heute bekommen auch wir Einblicke in diese Shows, wenn halt auch nur als Videoaufnahmen. Es geht immer um eine Geschichte die erzählt wird, immer dem aktuellen Zeitgeist entsprechend, möglichst inspirierend und gross gedacht.


Angefangen haben Modeschauen in Salons in Paris um den Kundinnen die Kleider an einem Model zu zeigen. Danach ginge es los mit Modeschauen auf grossen Schiffen nach Übersee. Die Kundinnen hatten Zeit und schätzten den Unterhaltungswert. Heute sind Modeschauen grosse Kunstinszenierungen möglichst am Puls der Zeit, die schon mit der Einladung eingestimmt werden. Diese Ausstellung geht noch bis Februar.
Ich freue mich das Vitra Museum und den Campus mal im Sommer zu besuchen, wenn die Wildblumen auf der grossen Wiese blühen. Es hat einiges zu bieten.
Muttersein immer wieder neu und anders
Ich schätze den guten Kontakt den wir zu unseren drei inzwischen erwachsenen Kindern haben. Zwei wohnen noch bei uns während und vor dem Studium.
Dieses Jahr hat unsere älteste Tochter, vorgeschlagen wir könnten doch wieder mal gemeinsam Weihnachts-Guezli backen. Das haben wir schon länger nicht mehr zusammen gemacht. Alle waren da, um feine Spitzbuben, Zimtsterne und Vanille-Gipfel zu backen. Mit Weihnächtlicher Musik und feinem Duft sind sehr feine Guezli entstanden. Alle fanden es eine gute Idee, dies nächstes Jahr zu wiederholen.
Ein Tag nach meinem Geburtstag gingen wir gemeinsam in ein Konzert ins KKL und lauschten dem live Orchester, welches zum Film Home Alone spielte.

Raunächte, Resümee zum Jahr 2025 und Ausblick
Nach Home Alone und dem Weihnachtsfest kommen die Raunächte als Übergang zum Neuen Jahr. Schon seit vielen Jahren ziehe ich mir für jede Nacht eine Karte bis am 5. Januar. Und schreibe mir ein paar Worte zur Stimmung des Tages in mein Notizbuch. Man sagt, das ist die Zeit wo die Tür ein bisschen offen steht mit kleinen Hinweisen und Ahnungen fürs nächste Jahr. Jede Karte steht für einen Monat. Diese Karte stellte ich mir im Jahr 2025 für jeden Monat auf. Ich muss sagen ich bin immer wieder beeindruckt wie auch in diesem Jahr die Botschaft zu jedem Monat passte. Für mich ist das ein sehr schöner Brauch für den Übergang ins neue Jahr.
Die grösste Herausforderung war in diesem Jahr sicherlich die Nachlassregelung meines Onkels. Ich hätte nicht gedacht, das es so lange dauert und noch nicht ganz abgeschlossen werden konnte. Aber ich freue mich über meine Familie, die sich einig ist und in diesem Sinne haben wir das richtig gut gemacht. Das brauchte Kraft, den es steckt eine ganze Familiengeschichte dahinter. Und doch haben wir es in den Händen zusammen neue Geschichten für eine gute Zukunft zu schreiben. Dafür habe ich mich eingesetzt, dafür hat sich mein Einsatz gelohnt.
Ich brauchte Erholungsräume, den ich wollte in meiner Kraft bleiben. Auch wenn ich nicht immer wusste wie es weitergeht, wollte ich zuversichtlich und inspiriert bleiben.
Ich bin dankbar für meine Weiterbildung, für alle Menschen die ich in diesem Jahr getroffen habe, für die Beratungsgespräche mit Kundinnen, für meine Kunst, für das Feiern dürfen, für die Reisen mit meinem Mann und für die Zeit mit meiner Familie.


Ich bleibe dran und freue mich auf neue Begegnungen, Zeit für Spaziergänge, Reisen und Museumsbesuche. Ich Schätze den ruhigen und inspirierenden Gedankenfluss beim Morning Pages schreiben. Und ich bin gespannt wie es weitergeht.
Danke
Herzlichen Dank, liebe Judith für deine Inspiration und die so coole Begleitung für einen gelungenen Jahresrückblog 2025.
Herzlichst Gertrud

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